Mo

12

Dez

2011

Hamburger Haushalt 2011/2012: HAUSHALTSTRICKS - Rechnungshof bestätigt CDU-Kritik

Der Rechnungshof hat heute seinen Bericht „Nachhaltige Finanzwirtschaft“ vorgestellt. Darin bestätigt er zum Teil die Kritik der CDU aus den Haushaltsberatungen am SPD-Senat.


Roland Heintze, CDU-Haushaltssprecher und Fraktionsvize: „Der Bericht des Rechnungshofes zerpflückt die Haushaltspläne des Senats und hinterfragt zu Recht Olaf Scholz´ leere Finanzrhetorik. Die Planungen der SPD stecken in Wirklichkeit voller Tricks. Größter Kritikpunkt ist das Ausgabensprungbrett, welches sich die SPD gebaut hat. Anstatt für ihre Planungen der nächsten Jahre die tatsächlichen Ausgaben von 2010 zugrunde zu legen, wurden die längst veralteten Plan-Zahlen genommen. Das ist für Olaf Scholz angenehm, da er so bis 2020 rund 3 Mrd. Euro mehr ausgeben und die Konsolidierung auf künftige Senate verschieben kann.“

Die CDU teilt darüber hinaus die Kritik, dass bisher kein echtes `pay as you go` stattgefunden hat. Stattdessen wurden dauerhafte Wahlgeschenke mit einmalig wirkenden Investitionen gegenfinanziert. Die Folge ist, dass sich auch die nächsten Senate den Kopf zerbrechen dürfen, wie sie die SPD-Geschenke finanzieren.

Heintze weiter: „Der Rechnungshof hat offengelegt, dass der Senat bei Investitionen, Sachausgaben und Zuwendungen um mehr als 10 Prozent kürzen muss, weil er die Personal- und Sozialausgaben von vornherein zu Tabuzonen erklärt hat. Ob hinter Olaf Scholz´ Spar-Rhetorik am Ende tatsächlich eine groß angelegte strukturelle Konsolidierung steckt, wird somit immer fraglicher.

Erste Anzeichen sprechen dafür, dass Olaf Scholz weiter tricksen wird und bisherige Ausgaben einfach aus dem Kernhaushalt verschiebt – so zum Beispiel bei der Uni-Sanierung an die SAGA oder bei den Wirtschafts- und Bauzuwendungen an die noch zu gründende Förderbank. Das wäre `Voodoo-Sparen’ und würde am Schuldenproblem absolut gar nichts ändern. Irgendwann müssten dann in diesen externen Haushalten die Löcher gestopft werden. Stattdessen sollte die SPD zuerst im Kernhaushalt aufräumen und hier die Neuverschuldung noch vor 2020 auf Null zurückfahren.“

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Hamburger Haushalt für 2011/2012

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