Mittelstandsvereinigung zur Präsentation von Frank Horch als Schatten-Wirtschaftssenator

Soll Frank Horch gerupfte Wirtschaftsbehörde übernehmen? Mittelstand äußert Verständnis für Bauchschmerzen des Kandidaten.

 

Hjalmar Stemmann, Landesvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung und Bürgerschaftsabgeordneter zur Nominierung von Frank Horch: „Die Nominierung von Frank Horch wäre zu begrüßen, wenn die SPD nicht die Absicht hätte, die Behörde für Wirtschaft und Arbeit zu beschneiden. So wird Frank Horch als Aushängeschild missbraucht, um die Umbaupläne mit Abtrennung der Arbeitsmarktpolitik zu kaschieren. Seine geäußerten Bauchschmerzen sind zu verstehen.“

Die Absicht, die Arbeitsmarktpolitik aus der Wirtschaftsbehörde auszugliedern, kommentiert Stemmann weiter: "Damit werden wertvolle Synergien vernichtet, die gute Erfolge auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht haben. Hamburg steht sowohl im Bundes- als auch im Großstadtvergleich dank der Verknüpfung von Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik am besten da. Herr Horch wird es in dieser SPD schwierig haben, eine sinnvolle Wirtschaftspolitik umzusetzen." Verdi-Chef Rose, zugleich Bürgerschaftsabgeordneter der SPD, erhebt den Anspruch, dass die Arbeitsmarktpolitik in die Sozialbehörde integriert wird.

 

Zudem vermutet die Mittelstandsvereinigung, dass diese Nominierung alte Gräben innerhalb der SPD aufreißt. Stemmann: „Herr Egloff als bisher gehandelter Kandidat muss nach dem verlorenen Kampf um das Bundestagsmandat von Wandsbek und dem Verlust des SPD-Landesvorsitzes eine weitere Niederlage einstecken. Wahrscheinlich wird Herr Scholz nach dem Parteitag weiteren Genossen die erträumten Karrieren durch externe Kandidaten verbauen."

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Kommentare: 3
  • #1

    Dr. Werner Marnette (Freitag, 14 Januar 2011 12:15)

    Lieber Herr Stemmann, als fast 30jähriges CDU -Mitglied empfehle ich Ihnen und Herrn Ahlhaus dringend , auf den " Coup " von Olaf Scholz nicht weiter verschnupft zu reagieren. Ich glaube , dass eine kritische Auseinandersetzung mit den Leistungen , aber auch Fehlleistungen unserer CDU in Hamburg seit 2001 viel besser ankommen würde. Es sind eben unter OvB , Peiner und Freytag schwere Fehler gemacht worden. Diese haben insbesondere auch dem Mittelstand geschadet. Das öffentliche Bild der CDU , dass sie Kompetenz in Wirtschaft und Finanzen hat , hat schrecklich gelitten. Ich erinnere nur an die HSH , die heute wie auch vor der Wahl 2008 einfach nur schöngeredet bzw. tot geschwiegen wird. Ähnlich liegt das Hafen- und Unterelbe - Thema . Oder die noch völlig ungelösten Altlasten aus der Peinerschen Privatisierung. Kritiker aus den eigenen Reihen - dazu zähle ich auch mich - , die eigentlich der Partei nutzen könnten und helfen wollen , werden beleidigt beschimpft. Die CDU entwickelt sich hierdurch in HH und im Norden zu einer Mittel-Maß- Parteil. Frank Horch hätte auch gut in die CDU-Strategie gepasst , aber soweit wie ich das weiss , wurde diese Chance vertan. Auch frage ich Sie , wer anders als die CDU hat die Wirtschaftsbehörde zur Bedeutungslosigkeit zerschlagen ? Es war Michi Freytag , der neben sich keinen starken Wirtschaftssenator haben wollte. Deshalb müssen Sachthemen und deren Lösung auf den Tisch......das weniger als mittelmäßige Wahlprogramm unserer CDH in Hamburg gibt leider keine Antworten.

    Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Wahlkampf .

    Mit besten Grüssen an Sie und an Chr. Ahlhaus
    Ihr
    Werner Marnette

  • #2

    Hjalmar Stemmann (Freitag, 21 Januar 2011 14:44)

    Sehr geehrter, lieber Herr Marnette,

    vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar. Gerne nehme ich Ihr Gesprächsangebot an und freue mich auf eine zeitnahe Diskussion.

    Ich habe Ihre zupackende Art bereits im Industrieausschuss der Handelskammer Hamburg kennen- und schätzen gelernt. Und auch bei unserem Politischen Aschermittwoch 2009 durften wir Ihr offenes Wort genießen.

    Daher sehe ich es als Gewinn, mit Ihnen unser Programm zu diskutieren.

    Mit besten Grüßen
    Hjalmar Stemmann

  • #3

    Lorna Rowlett (Donnerstag, 02 Februar 2017 09:12)


    What a information of un-ambiguity and preserveness of precious familiarity concerning unexpected feelings.

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