Elektromobilität und Wasserstoffnutzung in Hamburg - Senat ist kreativ- und konzeptlos

Foto: www.mediaserver.hamburg.de/ R. K. Hegeler
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Die Freie und Hansestadt Hamburg ist in diesem Jahr „Europäische Umwelthauptstadt“ und eine von insgesamt acht Modellregionen im Rahmen des Nationalen Entwicklungsplanes Elektromobilität in Deutschland. Bereits bis zum Sommer diesen Jahres sollen in Hamburg an bis zu 50 Standorten im Straßenraum, in städtischen Parkhäusern oder auf öffentlichen Park-and-ride-Flächen Stromladesäulen für Elektroautos durch die Stadt Hamburg sowie bis zu 150 Ladesäulen in Kooperation mit gewerblichen Partnern (Einzelhandelsketten, Parkhausbetreibern und Energieversorgern) errichtet werden. Darüber hinaus verkehren bereits seit fast sieben Jahren Wasserstoffbusse und seit 2010 Dieselhybridbusse in der Hansestadt, die die Innenstadtbereiche mit den Leistungen des öffentlichen Personennahverkehrs bedienen. Die CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Karin Prien, Klaus-Peter Hesse, Thomas Kreuzmann, Hjalmar Stemmann, Birgit Stöver und Andreas C. Wankum fragten den Senat nun nach einem aktuellen Sachstandsbericht mit Zahlen und Informationen zur Elektromobilität und Wasserstoffnutzung in Hamburg.

 

Die Große Anfrage (Drs. 20/1097) der CDU-Abgeordneten ergab, dass Hamburg in den vergangenen Jahren viele Fortschritte im Bereich der Elektromobilität und der Wasserstoffnutzung gemacht hat. Allerdings zeigt sich der von Olaf Scholz geführte Senat kreativ- und konzeptlos. Die Senatsantwort lässt viele Fragen über den künftigen Kurs der Hamburger Politik offen. Vielmehr beschränkt sich die Antwort der sozialdemokratischen Alleinregierung auf leere Worthulsen: Man sehe „in der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und in der batteriebetriebenen Elektromobilität beträchtliche Zukunftspotenziale und Chancen für den Standort Hamburg“. Mit vielen wichtigen Fragen der Förderung, Forschung und Infrakstruktur „hat sich der Senat noch nicht befasst“ oder aber „der zuständigen Behörde liegen hierzu keine Erkenntnisse vor“.

 

Insgesamt gibt es im öffentlichen Raum bereits an 49 Standorten Stromladesäulen für Elektroautos. Ein weiterer Standort befindet sich laut Senatsantwort aktuell „in Abstimmung“. Die CDU-Anfrage ergab auch, dass es in Hamburg derzeit drei Wasserstofftankstellen gibt, die sich „jeweils auf öffentlich nicht zugänglichem Betriebsgelände befinden“. Seit August 2011 nutzt die Hamburger HOCHBAHN vier wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenhybridbusse. Darüber hinaus nutzen vier städtische Unternehmen insgesamt neun Dieselhybridfahrzeuge.

 

Die Antwort des Senats auf die Anfrage der CDU-Abgeordneten zeigt auch, dass es aus der privaten Wirtschaft ein großes Engagement im Bereich der Elektromobilität gibt. Insbesondere sind viele Unternehmen und Institutionen Partner beim Einsatz von E-Mobilen im Wirtschaftsverkehr. Beim Aufbau der Infrastruktur für die Elektromobilität beteiligen sich die beiden Unternehmen Hamburg Energie GmbH und Vattenfall Innovation GmbH, die jeweils die Hälfte des realisierten Stromladesäulenkontingents im öffentlichen Raum in ihrer Verantwortung betreiben. Die Unternehmen Shell, TOTAL und Vattenfall beteiligen sich beispielsweise als Kooperationspartner der Freien und Hansestadt an der Errichtung und Inbetriebnahme von insgesamt fünf Wasserstofftankstellen in Hamburg. An der Nutzung von wasserstoffbetriebenen Fahrzeugen sind neben dem städtischen Unternehmen HOCHBAHN auch größere Industriekonzerne wie Airbus oder LINDE oder Wirtschaftsunternehmen wie Imtech beteiligt.

 

Weitere Informationen zur Elektromobilität in Hamburg

Große Anfrage zur "Elektromobilität und Wasserstoffnutzung in Hamburg"

Drs. 20/1097 - Elektromobilität und Wasserstoffnutzung in Hamburg
20-1097 (Elektromobilität und Wasserstof
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