Interview mit Hjalmar Stemmann im Niendorfer Wochenblatt: "Das Handwerk hat Zukunft!"

Rund 8800 selbstständige Handwerksunternehmen gibt es momentan in Hamburg. Im Frühjahr wurde der Lokstedter Diplom-Volkswirt und Zahntechniker Hjalmar Stemmann zum Vizepräsidenten der Hamburger Handwerkskammer gewählt. Wir fragten ihn, warum er sich zur Wahl gestellt hat. Aus Verantwortung dem Handwerk gegenüber, sagt er.

 

Niendorfer Wochenblatt: Welche Tätigkeiten sind mit dem Posten verbunden?

Hjalmar Stemmann: Politische Aufgaben innerhalb der Kammer und im Namen der Kammer nach außen. Außerdem repräsentative wie zum Beispiel die Teilnahme an Firmenjubiläen und anderen Veranstaltungen, auf denen ich oft ein Grußwort spreche oder Diskussionsbeiträge liefere.

 

NW: Was ist Ihnen wichtig?

Stemmann: Einerseits dem Handwerk qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Das bedeutet auch Kooperation mit Schulen, um potentielle Lehrlinge dafür zu interessieren. Andererseits dem Handwerk gute Rahmenbedingungen zu sichern, zum Beispiel passende Gewerbeflächen. Denn die werden zunehmend von Discountern belegt.

 

NW: Die berühmten ersten 100 Tage im Amt haben Sie bereits hinter sich. Was konnten Sie in der Zeit bewegen?

Stemmann: Ich habe den Senat für den Masterplan Handwerk begeistert. Darin vereinbaren Senat und Handwerkskammer konkrete Schritte und Ziele, schaffen Rahmenbedingungen für das Handwerk. Am 2. September soll er unterzeichnet werden.

 

NW: Was waren für Sie interessante Erlebnisse in dieser Zeit?

Stemmann: Ich habe viele sehr spannende Betriebe hier in Hamburg kennengelernt. Und mit dem Kammervorstand bin ich nach Berlin gereist. Es war interessant, zu sehen, wie sich die Kammer dort organisiert.

 

NW: Wie hat sich das Handwerk verändert im Vergleich zu vor 20 Jahren?

Stemmann: Es bietet Möglichkeiten für alle Schulabgänger. Auch Lehre und Studium lassen sich heute an der Berufsakademie des Handwerks kombinieren. Innerhalb von vier Jahren haben Absolventen eine Lehre und einen Bachelor-Abschluss in der Tasche.

 

NW: Und wie sind die Aussichten auf einen guten Job?

Stemmann: Bestens! Im Handwerk können junge Menschen schnell Verantwortung übernehmen. Und in den nächsten Jahren werden in rund 5000 Betrieben sogar Nachfolger gesucht.

 

Interview: Alexandra Wulf

 

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