Gleichwertigkeit von Abitur und Berufsausbildung muss garantiert werden: Schulsenator Rabe verstrickt sich in Widersprüche

Dazu, Hjalmar Stemmann, Sprecher für Mittelstand der CDU-Fraktion: „Wir freuen uns darüber, dass die SPD die von der CDU im Februar dieses Jahres eingebrachte Reform der beruflichen Bildung fortsetzt. Die Reform ist sinnvoll – Schüler dürfen nicht im Übergang von Schule zum Beruf verloren gehen oder in Warteschleifen versauern."

Der Ausbildungsbericht deckt in erster Linie aber einen Widerspruch des Schulsenators auf: Während er in dem Bericht die Gleichwertigkeit von Abitur und Beruflicher Qualifikation fordert, verabschiedet er auf der Kultusministerkonferenz im Oktober 2011 die Höherstufung des Abiturs gegenüber der Berufsausbildung. Mit diesem inkonsequenten Handeln befördert Senator Rabe indirekt den Fachkräftemangel, indem er die Ausbildung schlecht redet. Stattdessen sollte er die Expertise des Landesausschusses für Berufsbildung nutzen und sich für eine Gleichwertigkeit mit dem Abitur einsetzen.

Die CDU-Fraktion fordert Schulsenator Rabe zu einem Dialog mit Kammern, Verbänden und Gewerkschaften auf, sich für eine Gleichwertigkeit der dualen Ausbildung und des Abiturs auf nächster KMK-Sitzung einzusetzen.“

Hintergrund:

Der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) soll zukünftig mit einer achtstufigen Skala die Wertigkeit verschiedener Bildungsabschlüsse festlegen und europaweit vergleichbar machen. Gegen die Empfehlung von Bundesregierung, Kammern und Gewerkschaften hat Hamburg in der Kultusministerkonferenz (KMK) zugestimmt, dass das Abitur eine Stufe höher (5) eingestuft werden soll als der Abschluss einer dualen Berufsausbildung (4). Das führt in der Konsequenz dazu, dass Abiturienten mit anschließender Ausbildung (z.B. Bankkaufmann) sich im DQR um eine Stufe verschlechtern.

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