Elfjähriges Mädchen in Wilhelmsburg verstorben: Stemmann und de Vries fragen beim Senat nach

Am 16. Januar 2012 ist in Hamburg-Wilhelmsburg ein elfjähriges Mädchen gestorben. Medienberichten zufolge verstarb sie an der überdosierten Einnahme des Drogenersatzstoffes Methadon. Die genauen Hintergründe werden zurzeit ermittelt. Bekannt ist laut einem Bericht des Hamburger Abendblattes vom 24. Januar 2012, dass das Kind in einer Pflegefamilie lebte. Dem Obduktionsergebnis zufolge sei die Elfjährige gesund und altersgemäß entwickelt gewesen, die Wohnung der Pflegefamilie hätten Feuerwehrleute allerdings „verwahrlost“ vorgefunden. Das Jugendamt versichere unterdessen, dass es sich korrekt verhalten habe.

Vor diesem Hintergrund reichten die CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Hjalmar Stemmann und Christoph de Vries heute eine Schriftliche Kleine Anfrage (SKA) ein. Der Senat soll ihnen erklären, wie weit die Ermittlungen im Fall des toten Mädchen vorangeschritten sind und was sie bislang hervorgebracht haben.

 

Doch die Anfrage der beiden Abgeordneten geht noch weiter: Sie wollen wissen, welche Voraussetzungen Pflegefamilien erfüllen müssen, wenn sie ein Kind oder einen Jugendlichen in ihren Haushalt aufnehmen wollen und was passiert, wenn sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen.

 

Die Antwort des Senats wird zum Ende der kommenden Woche erwartet.

 

Die Mitglieder der Bürgerschaft sind berechtigt, zu öffentlichen Angelegenheiten Kleine Anfragen an den Senat zu richten. Der Senat muss auf diese Anfragen binnen acht Tagen schriftlich antworten. Durch Anfragen können die Abgeordneten ihr Kontrollrecht gegenüber dem Senat wahrnehmen.

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