AFFÄRE SCHREIBER/KAHRS ZEIGT: SPD-MACHTSTRUKTUREN SIND NICHT GUT FÜR DAS WOHL HAMBURGS!

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt vom Sonnabend legt der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete der SPD Hamburg-Mitte, Johannes Kahrs, die schweren und gefährlichen Konfliktlinien in Hamburgs SPD offen. Das Hamburger Abendblatt fragte Kahrs, welche Bedeutung das Vorgehen von Scholz in der Affäre um Markus Schreiber für das Verhältnis zwischen ihm und dem Bürgermeister habe. Kahrs antwortete knapp: "Wir werden unser Verhältnis sicher noch einmal besprechen müssen." Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert daher, dass die Aufklärung des "System Kahrs" fortgesetzt wird.

Oppositionsführer Dietrich Wersich: "Kahrs hat nichts verstanden!"
Oppositionsführer Dietrich Wersich: "Kahrs hat nichts verstanden!"

Dazu Dietrich Wersich, Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Der jetzt offen zutage getretene Konflikt zwischen Scholz und Kahrs zeigt, dass Hamburg bei einer alleinregierenden SPD alles andere als in guten Händen ist. Entscheidungen werden nach innerem Machtkalkül getroffen, Maßstäbe sind nicht das Wohl der Stadt, sondern das Ansehen der SPD und ihrer Politiker, an der Spitze der Bürgermeister. Erst wenn das in Gefahr gerät, wird gehandelt.“

 

Auch in seinen Äußerungen zu seinem eigenen Rücktritt als umstrittener Vorsitzender des Jugendhilfeausschuss offenbart Kahrs seine Haltung: „Wenn Johannes Kahrs die berechtigte öffentliche Wut über seine eigenen Verfehlungen als Vorurteile und Konstrukt bezeichnet, die man wie eine Welle tunneln müsse, zeigt das nur eins: Er  hat nichts verstanden. Kahrs verhöhnt mit derartigen Äußerungen die Öffentlichkeit und offenbart, dass sein Rücktritt nicht Einsicht ist, sondern eine rein taktische Maßnahme. Offenbar glaubt er, weiteren Aufklärungen damit entgehen zu können und will auch ohne Ausschussvorsitz hinter den Kulissen seine Fäden mit Gefolgsleuten weiterspinnen, als wäre nichts gewesen“, so Wersich.

 

Dazu Nikolaus Haufler, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter und früheres Mitglied im bezirklichen Jugendhilfeausschuss Hamburg-Mitte: „Die Aufklärung des ‚System Kahrs’ mit seinen undemokratischen Strukturen muss nach diesen Aussagen erst recht fortgesetzt werden. Das unwürdige Machtspiel zulasten des Bezirks Mitte darf nicht durch einen Nachfolger aus dem Hause Kahrs fortgesetzt werden. Jetzt ist es Zeit, dass sich Betroffene und Opfer dieses Machtklüngels - die Opfer von Druck, Mobbing und Abhängigkeiten - öffentlich oder vertraulich an Abgeordnete wenden, damit wir dem weiter nachgehen können.“

 

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