Na also: Hamburg eröffnet Jugendberufsagentur und setzt damit eine CDU-Forderung aus 2011 um.

„Die neue Woche begann mit einer guten Nachricht für junge Hamburgerinnen und Hamburger auf dem Weg in Ausbildung und Beruf.”, freut sich der CDU-Experte für den Mittelstand und des Handwerk, Hjalmar Stemmann: „Mit der Eröffnung von zwei Standorten einer Jugendberufsagentur,  hat Hamburg als erstes Bundesland nun flächendeckend die Rahmenbedingungen geschaffen, um  junge Menschen zuverlässig und gezielt in Ausbildung und Arbeit zu vermitteln.

Nachdem diese CDU-Forderung aus 2011 zunächst an „Koordinationsproblemen” innerhalb der SPD-Bürgerschaftsfraktion gescheitert war, ist es umso erfreulicher, dass Senat und Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration nun doch diesen richtigen und wichtigen Schritt gehen.”

Der CDU-Antrag wurde im April 2011 von der SPD zunächst in den Schulausschuss überwiesen. Dieser empfahl der Bürgerschaft im Juni einstimmig den Antrag zu beschließen. Überraschender- und unverständlicher Weise lehnte die SPD mit ihrer absoluten Mehrheit dann jedoch im August des gleichen Jahres die Einrichtung einer Jugendberufsagentur in der Hamburgischen Bürgerschaft ab.

Rund ein Jahr später hat offenbar ein Umdenken stattgefunden und alle Beteiligten sind voll des Lobes, wie aus der gestrigen Pressemitteilung des Senats hervorgeht. Zitat:

 

„Wir wollen Jugendliche nach dem Ende ihrer Schullaufbahn begleiten, bis sie eine konkrete Berufsperspektive haben – mit abgeschlossener Ausbildung oder mit erfolgreich beendetem Studium“, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz. „Wir wollen sie begleiten und, wenn nötig, anschieben. Das ist ein wichtiger Punkt: Jede und jeder Einzelne ist wichtig - auch mir ganz persönlich. Auch dann, wenn es an der nötigen Eigeninitiative zunächst fehlt. Dann helfen wir nach. Auch das, und nicht zuletzt das, ist der Sinn der Jugendberufsagentur.“

 

An diesem Punkt hat Herr Scholz Recht. Aber warum nicht gleich so? Denn andere wichtige Partner in der Jugendberufsagentur stellen fest:

 
„Die Jugendberufsagentur ist die zentrale Anlaufstelle für junge Menschen, wenn es darum geht, kompetente Beratung und Informationen rund um die Berufs- und Studienwahl zu erhalten. Abiturienten heißen wir willkommen und unterstützen sie bei der Studienorientierung, aber auch der Jugendliche, der ohne Abschluss die Schule verlässt, findet in der Jugendberufsagentur notwendige Hilfe und Halt.“ erklärt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamburg. „Jeder wird gebraucht und jeder muss nach seinem Leistungsvermögen einen qualifizierten Berufseinstieg erhalten, um ein eigenverantwortliches Leben ohne Sozialtransfer bestreiten zu können. Hieraus leiten sich gleichzeitig Ziel und Aufgabe der Jugendberufsagentur ab, die nur im engen Schulterschluss mit Hamburger Unternehmen, Schule, Familie und den Jugendlichen erfolgreich sein kann.“  
 
„Es macht mich schon betroffen, wenn ich sehe, dass auch in Hamburg junge Menschen ihre Lebensperspektive mit Arbeitslosigkeit und Transferleistungen beginnen, selbst wenn es keine Rekordzahlen sind“, sagt Friedhelm Siepe, Geschäftsführer des Jobcenters team.arbeit.hamburg: ”Jeder Einzelne ist einer zu viel! Wir können und sollten es uns auch gesellschaftlich nicht leisten, junge Menschen ohne Berufsperspektive zu lassen. Wir müssen aufklären, berufliche Orientierung geben und in Alternativen denken. Die Vernetzung aller staatlichen Partner in der Jugendberufsagentur bietet hierfür ein ausgezeichnetes Fundament.”

 

Weitere Informationen zur Jugendberufsagentur finden Sie unter: http://www.hamburg.de/jugendberufsagentur

 

Den ursprünglichen CDU-Antrag aus Drs. 20/160 finden Sie hier:

KLICK zum Antrag

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