CDU fordert Konzept zur integrierten Versorgung von Parkinson-Patienten

Um das Bewusstsein für die Parkinson-Erkrankung zu schärfen, deren frühzeitige Erkennung zu verbessern und für Betroffene und Angehörige ein ortsnahes Beratungsangebot zu etablieren, hat der gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Hjalmar Stemmann, einen "3-Punkte-Aktionsplan" entwickelt, dessen zeitnahe Umsetzung er am heutigen Hamburger Parkinson-Tag vom Senat fordert.

1. Eine Informationskampagne, die über die Parkinson-Erkrankung aufklärt, erste Symptome beschreibt und Anlaufstellen nennt. Diese soll u.a. über Plakate und Flyer in Arztpraxen sowie über hamburg.de <http://hamburg.de/>  kommuniziert werden.

2. Verbesserung der Früherkennung durch standardisierte Vorsorgeuntersuchungen, die von niedergelassenen Neurologen, den neurologischen Fachabteilungen der Hamburger Krankenhäuser, sowie dem regionalen Parkinson-Kompetenzzentrum im UKE angeboten werden.

3. Schaffung von bezirklichen Beratungsstellen für Betroffene und deren Angehörige.

"Parkinson-Patienten haben oftmals eine wahre "Ärzteodyssee" hinter sich, ehe bei ihnen die Diagnose Parkinson gestellt wird. Dabei ist die Früherkennung bereits erster Symptome entscheidend für den weiteren Behandlungsverlauf und dessen Erfolg. So kann z.B. mit der Kombination von hochwirksamen Medikamenten und logo-, ergo- oder physiotherapeutischen Maßnahmen das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt und Symptome gemildert werden. Für die Betroffenen bedeutet dies eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität.", begründet Hjalmar Stemmann seinen Vorstoß.

Hintergrund:
In Deutschland leiden etwa 200.000 - 250.000 Menschen an Morbus Parkinson. Nach Epilepsie ist diese Erkrankung des zentralen Nervensystems damit die zweithäufigste neurologische Erkrankung. Typisch für die Betroffenen im fortgeschrittenen Stadium ist das sog. "Ruhezittern". Galt Parkinson früher als typische Alterserkrankung, so sind heute auch zunehmend jüngere Menschen davon betroffen.
 
Aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des Abgeordneten Stemmann nach Daten und Maßnahmen zur Versorgung der Hamburger Parkinson-Patienten geht hervor, dass in der Hansestadt noch ein großer Nachholbedarf auf allen Ebenen besteht.

 

 

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