Erster Wirtschaftskonvent der CDU Hamburg - „Hamburgs Hafen: Volle Kraft voraus?“

Vergangene Woche fand der erste Wirtschaftskonvent der CDU Hamburg mit dem Schwerpunkt „Hamburgs Hafen“ im Hotel Radisson Blu statt.

Mit 100 Gästen aus den Bereichen der maritimen Wirtschaft (Seeschifffahrt, Werften, Logistik sowie maritime Dienst- leister) und Politik haben wir gemeinsam diskutiert, welche Rahmenbedingungen die Politik und Verwaltung auf Bundes- und Landesebene schaffen muss, um dem Hamburger Hafen eine weiterhin erfolg- reiche Zukunft zu ermöglichen.

Der erste Teil der Veranstaltung bestand aus Impulsvorträgen zweier Experten:
 Karl Gernandt (Präsident des Verwaltungsrates Kühne+Nagel) stellte dar, dass Hamburg sich nicht ausschließlich auf „Volumen“ (Menge an Containerumschlag etc.) konzentrieren sollte, sondern auf die Faktoren „Qualität und Geschwindigkeit“ setzen müsste, da es anderenfalls in die Effizienzfalle tappen würde. Seine zentrale Botschaft lautete: Nicht immer versuchen, alles besser und richtiger zu machen, sondern einfach das Richtige tun!

Niels Harnack (Geschäftsführer der China Shipping Agency Germany) argumentierte, dass ein stärkerer Abbau der Bürokratie unabdingbar für eine positive Entwicklung des Hafens sei. Eine schlankere und klarere Administration (z.B. bei der Port Authority) würde den Arbeitsprozess vereinfachen, da zur Zeit zu viele Stimmen/Ansprechpartner für die Belange der Hafenakteure existieren.
 
Im zweiten Teil der Veranstaltung haben dann die beiden Referenten in der Diskussionsrunde unter der Moderation von Herbert Schalthoff (Hamburg1) mit Gunther Bonz (Präsident desUnternehmerverbandes Hafen Hamburg), Ian Karan (Senator a.D.) und mir über die Zukunft des Hafens und die notwendigen Modifizierungen in der Hafenstrategie gesprochen. Schnell wurde ein gemeinsamer Konsens darüber gefunden, dass der Hamburger Hafen, als Lebensader unserer Stadt, einer nachhaltigen und zukunftsausgerichteten Strategie bedarf. Wenn beispielsweise die Kosten für die Löschung einer Ladung in Hamburg höher sind als in Rotterdam, müssen Vorteile geschaffen werden, die den Kunden darin bestärken, Hamburg weiterhin als Hafen zu nutzen. Gunther Bonz schlug beispielsweise die Aufhebung des LKW-Fahrverbots am Sonntag ab 20.00 Uhr vor. Ian Karan hob die Bedeutung eines zentralen Ansprechpartners des Hamburger Hafens auf nationaler und europäischer Ebene hervor.

Uns ist allen klar: der Hamburger Hafen ist das Herz unserer norddeutschen Wirtschaft. Geht es dem Hafen gut, geht es auch Hamburg und der Metropolregion gut. Wir stehen in einem starken Wettbewerb, deshalb muss es unser Ziel sein, besser als andere zu sein und die Attraktivität des Standortes kontinuierlich zu sichern.

 

Deshalb machen wir uns dafür stark, dass mit nachhaltigen Konzepten der Hafen wettbewerbsfähig und erfolgreich bleibt:
 
Keine Alternative zur Fahrinnenanpassung!

Eine Fahrrinnenanpassung ist für den Standort Hamburg und für die Bundesrepublik von Wichtigkeit, um der deutschen Ex- und Importwirtschaft wettbewerbsfähige Häfen anbieten zu können.
 
Ausbau der Hinterlandverkehre und der Erhalt bzw. der Ausbau der Infrastruktur insgesamt (NOK, A26, Y-Trasse).

Die infrastrukturellen Engpässe spitzen sich zu. Eine Möglichkeit wäre ein umgehend eingerichteter Infrastruktursonderfonds (vier Jahre), der den Zustand „Straße, Schiene und Wasserstraße“ von der kurzfristigen Not-Reparatur in eine nachhaltige Modernisierung und Zukunftsfähigkeit bringt.
 
Stärkung der Mittelstandes - keine neuen Belastungen.

Die Unternehmensstruktur, die uns so erfolgreich aus der Krise geführt hat, muss gestärkt und darf keinesfalls zusätzlich durch Steuererhöhungen belastet werden. Es bedarf einer weiteren Welle von Entbürokratisierung und der Überprüfung sowie Entrümpelung von überholten Aufbewahrungs- und Statistikpflichten, die den Mittelstand belasten.
 
Strategisches Konzept für das Containerterminal Steinwerder: Mit Blick auf die Diskussion um das CTS ist es klug, einen ganzheitlichen Ansatz in enger Abstimmung mit der Hafenwirtschaft zu verfolgen. Wenn man vom Bau eines weiteren Containerterminals aufgrund der Entwicklung im Containerbereich Abstand nehmen will und die Umwidmung zu einem Kreuzfahrtterminal unattraktiv ist, dann sollte es einen dritten Weg geben. Der zuständige Senator sollte diesbezüglich die Gespräche mit der Hafenwirtschaft suchen.

 

Eine erfolgreiche Wirtschaft ist ein Garant für eine gute gesellschaftliche Entwicklung. Die CDU Hamburg steht an der Seite des Hamburger Hafens und der Wirtschaft. Deshalb ist unser erklärtes Ziel, Vertrauen zurück zu gewinnen und gemeinsam mit den zahlreichen Verbänden und Unternehmen in einen Dialog zu treten.

Impressionen des 1. Wirtschaftskonvents der CDU Hamburg

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Myrtle Weldy (Freitag, 03 Februar 2017 11:30)


    This is a topic that is close to my heart... Take care! Exactly where are your contact details though?

  • #2

    Sophia Fleitas (Freitag, 03 Februar 2017 14:41)


    hi!,I really like your writing very much! share we keep in touch extra about your article on AOL? I require a specialist in this area to unravel my problem. May be that's you! Having a look ahead to see you.

Neues vom Siemersplatz

Meinem Newsletter hier lesen und abonnieren.
Meinem Newsletter hier lesen und abonnieren.