Freiwilliges Engagement der Hamburger Kaufleute unterstützen – Erfolgsmodell BID nicht gefährden

Aktuellen Berichten zufolge plant die SPD, die Stelle des Koordinators für die so genannten Business Improvement Districs (BID) im Bezirksamt Hamburg-Mitte zu streichen. Bisher gab es einen zentralen Ansprechpartner, der sich um die Anliegen der Grundeigentümer gekümmert hat, die sich durch privates finanzielles Engagement für die Aufwertung des öffentlichen Raumes eingesetzt haben.

Dazu erklärt Hjalmar Stemmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Das BID ist ein Erfolgsmodell, das die SPD nicht gefährden sollte. Hamburg muss das Engagement der Eigentümer unterstützen, anstatt sie vor den Kopf zu stoßen. Schließlich spart die Stadt durch den finanziellen Einsatz der Hamburger Kaufleute Summen in mehrstelliger Millionenhöhe. Die Kaufleute benötigen eine schnelle und unbürokratische Hilfe. Es ist zudem ein schlechtes Signal für andere Bezirke, wenn die zentrale Koordinierungsstelle wegfällt und auf unterschiedliche Personen aufgeteilt wird.“

Hintergrund:

Das in Nordamerika entwickelte Instrument BID bietet Chancen für die Aufwertung von Geschäftslagen. Die Interessenlage der Stadt trifft sich beim BID mit der der privaten Wirtschaft, von der die Initiative für ein BID immer ausgeht. Bei den Partnern ist sehr daran gelegen in der City und den Bezirks- und Stadtteilzentren, eine wirtschaftliche Stabilisierung oder Stärkung städtischer Geschäftslagen zu erreichen. Die auf rein freiwilliger Basis wirkenden Initiativen in den Zentren, wie beispielsweise Standort- und Werbegemeinschaften, werden immer wieder mit dem Problem der „Trittbrettfahrer“ konfrontiert, die von den Investitionen und dem Engagement Einzelner profitieren und wichtige gemeinschaftliche Verbesserungsinitiativen für den Standort hemmen.

 

Diesem Problem wirken BID entgegen. Mit dem Instrument BID wird für die private Wirtschaft die Möglichkeit geschaffen, in eigener Organisation und weitgehender Finanzverantwortung Maßnahmen zur Verbesserung der Situation eines Einzelhandels- und Dienstleistungsstandortes zu ergreifen.

 

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