Seilbahn ist ein Gewinn für Hamburg - weitere touristische Attraktion könnte St. Pauli und Musicalzelte verbinden.

 

Braucht und vor allem will Hamburg eine Seilbahn? Diese Frage stellt sich spätestens, seit sich gleich zwei Anbieter - die Südtiroler Leitner AG und die Hamburger Stage Entertainment GmbH in Kooperation mit dem Seilbahnhersteller Doppelmayr - mit zwei unterschiedlichen Konzepten um deren Realisierung beworben haben.

 

 

Neben Unterschieden in der Größe der Gondeln, der technischen Umsetzung und nicht zuletzt den Finanzierungskonzepten, unterscheiden sich die beiden Varianten vor allem in der geplanten Streckenführung: So würde die eine Route nahe der HafenCity-Universität die Elbe Richtung Kleinen Grasbrook queren und in Steinwerder bei den Muscialzelten enden. Die 2. Variante hätte ihren prominenten Ausgangspunkt am Millerntor auf St. Pauli und führt auf direktem Weg zu den zukünftig zwei Musical-Theatern am Südufer der Elbe.

 

Nach Gesprächen mit den Betreibern setzt sich die CDU-Bürgerschaftsfraktion grundsätzlich für eine Seilbahn auf privatwirtschaftlicher Basis in Hamburg ein und favorisiert die St. Pauli-Variante.

 

Dazu Hjalmar Stemmann, Vorsitzender der Hamburger Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU und wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: "Eine Seilbahn über den Hamburger Hafen ist ein Gewinn für Hamburg und würde als weitere Attraktion den Tourismusstandort Hamburg stärken. Bei der Bewertung der Streckenführungen kommt es selbstverständlich darauf an, dass auch den Bedürfnissen der Hafenwirtschaft sowie grundlegenden Sicherheitsaspekten Rechnung getragen wird. Das sehen wir bei der St. Pauli-Variante als erfüllt an." Der CDU- Bundestagskandidat für den Wahlkreis Hamburg-Mitte, Dirk Marx ergänzt: "Neben den positiven Impulsen für die Hamburger Tourismuswirtschaft wäre besonders eine Ausgangsstation auf St. Pauli eine Bereicherung für "meinen Stadtteil".

 

Für Kopfschütteln sorgt hingegen das aktuelle Interview von Mitte-Bezirksamtleiter Andy Grote, der darin erneut eine generell ablehnende Haltung vertritt. Diese ist vermutlich darin begründet, dass die Realisierung der von der SPD/FDP-Koalition in Mitte favorisierte nördliche Streckenführung wegen Sicherheitsbedenken fraglich ist und bei der Hafenwirtschaft auf Ablehnung stößt.

 

Im August werden die Details des Projekts im Stadtentwicklungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft beraten.

 

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