Garantieerhöhung macht die HSH Nordbank nicht fit für die Zukunft – Geschäftsmodell muss nachverhandelt werden

Die HSH Nordbank hat heute offiziell die Aufstockung der Ländergarantie von 7 auf 10 Milliarden Euro beantragt. Dazu erklärt Roland Heintze, haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

 

„Eine Aufstockung der Garantie ist vielleicht kurzfristig eine Lösung, um die Kapitalquote zu stärken. Mittel- und langfristig bringt das die Bank aber auch nicht zurück auf einen erfolgreicheren Weg. Die HSH ist als "Bank für Unternehmer" in einem Umfeld aktiv, in dem sich Platzhirsche wie die Haspa oder die Nord LB tummeln.

Wir setzen uns deshalb für eine Neuverhandlung des HSH-Geschäftsmodells ein. Es war ein Fehler von Bürgermeister Scholz in den Verhandlungen mit der EU-Kommission, die Expertise der Bank im Bereich Flugzeugfinanzierung zu opfern. Auch das im Grunde völlig eingestellte Neugeschäft bei Schiffen ist für den maritimen Standort Hamburg kein Geschenk. Das Problem der Vergangenheit war nicht, dass die HSH solche Geschäfte tätigte, sondern wie sie es tat. Ertragreiche und zukunftsträchtige Geschäftsfelder sind wichtig, denn die Aufstockung der Garantie kostet die Bank viele Millionen Euro zusätzliche Provision. Anstatt vermehrt wieder auf Profite mit Derivaten zu setzen, sollte die HSH Nordbank lieber stärker die Flugzeug- und Schifffahrtsindustrie am Standort Hamburg unterstützen.“

 

Die CDU-Fraktion hat in die nächste Bürgerschaft (Mittwoch, 13. Februar 2013) einen Antrag eingebracht, mit dem sie den Senat auffordert, sich zusammen mit dem Bund und Schleswig-Holstein für eine Nachverhandlung des Geschäftsmodells der Bank einzusetzen.

 

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