Der Drops ist noch nicht gelutscht

Im Jahr 2002 gab es eine politische Wechselstimmung in Deutschland. Trotzdem verpasste die Union auf der Zielgeraden einen sicher geglaubten Wahlerfolg, Gerhard Schröder blieb bis zu den vorgezogenen Neuwahlen 2005 drei weitere Jahre Kanzler. 2013 gibt es keine Wechselstimmung, unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel erzielt unglaubliche Zustimmungswerte. Trotzdem könnte am 23. September 2013 ein ungläubiges Erwachen folgen. In praktisch allen Umfragen stehen sich das bürgerliche und das linke Lager nahezu in einer Patt-Situation gegenüber. Bei einem großen Anteil noch Unentschlossener beträgt der Vorsprung von Schwarz-Gelb vor Rot-Rot-Grün nur einen Prozentpunkt. Die persönlich starken Zustimmungswerte für Angela Merkel und der 15 Prozentvorsprung der CDU vor der SPD verdecken, dass die Wahl noch lange nicht gelaufen ist. Wer Angela Merkel auch zukünftig als Bundeskanzlerin haben möchte, muss am 22. September 2013 beiden Kreuze bei der CDU machen.

Insbesondere in Hamburg ein Aufteilen der Erststimme für den örtlichen CDU-Kandidaten und die Zweitstimme für die FDP ein gewagtes Spiel. Gewinnt die SPD den Wahlkreis, geht die Stimme für die CDU ganz verloren, auch die Landesliste könnte sich dann entsprechend verkürzen. Und wie schon bei Adenauers erster Wahl zum Bundeskanzler könnte diese eine Stimme mehr oder minder am Ende die Wahl des Bundeskanzlers entscheiden.

 

Und zur Entscheidung steht eine Menge an: Haushaltskonsolidierung mit Schuldenbremse oder rot-rot-grüne Steuervermehrungspolitik mit substanzgefährdender Vermögensabgabe! Freie Entfaltung oder grüne Bevormundung mit Veggie-Day jeden Donnerstag! Euro-Krisenpolitik mit Augenmaß oder sozialistische Vergemeinschaftung aller Euroschulden über Euro-Bonds! Leistungsgerechtigkeit oder linke Verteilungspolitik!

 

Zwar stürzt die GRÜNEN, bisherige Partei der Besserverdienenden, langsam in der Wählergunst ab. Geblendet von dem Zwischenhoch nach Fukushima greifen die GRÜNEN mit ihren Vorstellungen tief in die Umverteilungs- und Bevormundungskiste. Nach dem sie als Anti-Atom-Partei ausgedient haben, kommen die alten sozialistischen Strömungen wieder zum Vorschein. Damit dürfte auch dem letzten Gutgläubigen dämmern, dass die GRÜNEN nicht mehr wählbar sind. Und der sozialdemokratische Übergangskandidat Steinbrück zeigt seine Verzweiflung deutlich mit dem Stinkefinger auf dem Cover vom Magazin der Süddeutschen Zeitung. Viel deutlicher kann man sich nicht mehr vom wichtigsten politischen Amt in Deutschland entfernen. Da er sich selbst nicht vorstellen kann, als Kanzler einer rot-rot-grünen Regierung vorzustehen, ist er nur noch bis zum Abend des 22. Septembers Platzhalter für Siegmar Gabriel, dem Strippenzieher im Hintergrund. Und dass die LINKE bereits mit dieser Wahl in den Wettlauf um den höchsten Mindestlohn einsteigt, war zu erwarten und zeigt deren Politikverständnis.

 

Der fulminante Sieg der CSU in Bayern darf nicht zur Siegeszuversicht verleiten. Gerade in Hamburg kommt es auf jede Stimme für die CDU und Ihre Direktkandidaten an.

 

Wie der Absturz gelingt, kann man derzeit übrigens gut in Frankreich betrachten. Die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas vergrößert den Abstand - nach oben, nicht nach unten. Sozialistische Träumereien, zusätzlich getrieben von kommunistischen Ideologen, führen Frankreich in einen deutlichen Abwärtstrend. Deutschland darf diesem Weg nicht folgen. Beide Stimmen für die CDU verhindern, dass es soweit kommt.

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