Unternehmensbefragung zeigt Risse im wirtschaftlichen Fundament der Stadt

Die Handelskammer und das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) haben heute auf ihrer ersten Konjunkturpressekonferenz die wirtschaftliche Lage und Entwicklung Hamburgs beurteilt. Die rund 700 befragten Unternehmer nannten als größte Geschäftsrisiken für 2014 ungünstige wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, die nachlassende Inlandsnachfrage, steigende Arbeitskosten, hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie den Fachkräftemangel.

Dazu erklärt Hjalmar Stemmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

 

"Die Befragung der Unternehmer zeigt: Das wirtschaftliche Fundament Hamburgs bekommt Risse! Die aktuelle Situation darf nicht heruntergespielt werden. Fast 30 Prozent der Unternehmer befürchten Einschnitte durch den Fachkräftemangel. Hinzu kommen die anhaltende Schifffahrtskrise, der Anstieg an Insolvenzen und der deutliche Rückgang bei den Existenzgründungen. Für jedes dritte Hamburger Unternehmen sind Energie- und Rohstoffpreise kaum noch planbar. Und die SPD macht nichts anderes, als Nebel zu verbreiten.

Wir müssen dringend die schleichende Flucht von Unternehmen ins Umland durch ein vernünftiges Gewerbeflächenkonzept verhindern. Es darf nicht sein, dass allein 800 Arbeitsplätze in Hamburg verloren gehen, weil für ein Traditionsunternehmen wie Tesa keine 5 Hektar zusammenhängende Gewerbefläche gefunden werden.

Darüber hinaus müssen wir durch mehr wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen die Attraktivität unserer Stadt für junge Absolventen steigern. In entsprechenden Rankings liegt Hamburg weit zurück. Der Senat wäre gut beraten, hier endlich nachzubessern, damit dem Hamburger Arbeitsmarkt wieder die besten Kräfte zur Verfügung stehen."

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