Kommender Umbau und fehlende Auszubildende bereiten den Betrieben in der Osterstraße große Sorgen

 

Es ist ein kleines Jubiläum: Schon das fünfte Jahr in Folge machen sich Hjalmar Stemmann, Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft und Bezirkshandwerksmeister aus Eimsbüttel, und der Eimsbütteler Bundestagsabgeordnete Rüdiger Kruse auf, um die handwerklichen Betriebe in ihrem Bezirk näher kennenzulernen. Dabei begleiteten sie Klaus Fischer von der Handwerkskammer, sowie die Bezirkspolitikerin Silke Seif.

Der Fokus in diesem Jahr lag auf den Betrieben in der Osterstraße, die mit Sorge auf den kommenden Umbau der Straße blicken. Die möglichen Chancen, die sich aus einer zukünftigen „Flaniermeile“ ergeben können, sind schwer abzusehen. Drohende Gewinneinbuße durch den Wegfall vieler Parkplätze und die Belastung durch die Baustellen direkt vor den Geschäften sind hingegen sehr real − wie der Blick auf andere Straßenzüge, die im Zuge des SPD-Busbeschleunigungsprogramms umgebaut wurden, zeigt.

 

Rüdiger Kruse bringt die Bedenken auf den Punkt: „Bei dem anstehenden Umbau der Osterstraße muss gewährleistest sein, dass der Charakter erhalten bleibt und ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Dies ist gerade für die kleinen Handwerksbetriebe und die Einzelhandelsgeschäfte, die den Stadtteil prägen, wichtig. Bei den Planungen ist daher ist eine frühzeitige Einbeziehung von Anwohnern und Gewerbetreibenden notwendig. Eine gute Baustellenplanung ist essentiell, denn lange Bauzeiten können vor allem die eigenständigen Geschäfte ruinieren.“

 

Ein weiteres Thema, das die Gewerbetreibenden immer wieder mit Sorge ansprachen, ist die mangelnde Anzahl an Auszubildenden. Hjalmar Stemmann, selbst Geschäftsführer in einem handwerklichen Familienbetrieb, kennt diese Problematik aus erster Hand: „Fachkräftemangel und fehlende Auszubildende sind ein brennendes Problem der Betriebe. Alle besuchten Unternehmen klagen über entsprechende Probleme, mehrere haben sich mangels geeigneter Kandidaten sogar vom Thema Ausbildung vorerst verabschiedet. Hier muss der SPD-Senat sich anstrengen und deutlich mehr Schulabgänger ausbildungsreif machen. Wenn wir jetzt keine Auszubildenden finden, wird sich der Fachkräftemangel in den nächsten Jahren noch einmal deutlich verstärken.“

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